Geschichte

Gründung und Anfänge

Im Mai 1919 – kurz nach Ende des ersten Weltkrieges- gründete der gelernte Scherenschleifer Friedrich Jürges I, ein gebürtiger Solinger, die gleichnamige Firma nahe dem heutigen Standort am Schlachthof Hamburg als Schleiferei und Stahlwarenfachgeschäft.

Seit 1895 wurden auf dem Schlachthof Hamburg zentral für den Großraum Hamburg Schweine, Rinder, Schafe und Pferde geschlachtet.

In den 20 er Jahren kamen die ersten mechanischen Fleischereimaschinen für die Wurstherstellung- in Thüringen, Sachsen und Berlin gebaut – in die Betriebe.

Die Grundausstattung der ausschließlich existierenden Ladenschlachtereien bestand damals aus einem Fleischwolf und einem Fleischkutter, von einem Motor über Treibriemen angetrieben. Die Wurstfüllmaschine wurde durch eine Drehkurbel von Hand betätigt.

Am Anfang beschäftigte sich Friedrich Jürges mit kleinen Maschinenreparaturen sowie Schleifservice der Werkzeuge für diese Firmen. Ab den 30er Jahren entwickelte sich die kleine Firma kontinuierlich weiter, auch während des zweiten Weltkrieges lief der Betrieb in eingeschränktem Umfang weiter.

Im Januar 1946 trat der Sohn Messerschmiedemeister Friedrich Jürges II in den Betrieb ein.

1947 wurde das ausgebombte Werkstattgebäude neu aufgebaut, sodass die Werkstatträume für Reparaturen, Schleiferei und Service erweitert werden konnten.

Nachkriegszeit

Der wirtschaftliche Aufschwung ab den 50er Jahren führte zu zahlreichen Neugründungen kleiner und größerer fleischverarbeitender Betriebe. Gleichfalls wuchs der Handel mit entsprechenden neuen Maschinen und Geräten, die teilweise auch gebraucht und überholt angeboten wurden. Weitere Mitarbeiter konnten eingestellt werden, die Firma wuchs und wurde kontinuierlich vergrößert.

1968 wurden am jetzigen Firmenstandort moderne Geschäftsräume bezogen, die Produktpräsentation wurde dadurch wesentlich verbessert. Neue Kunden auch im gastronomischen Bereich kamen hinzu.

Im April 1976 begann der jetzige Inhaber Friedrich Jürges III als gelernter Maschinenschlosser seine Tätigkeit, die Meisterprüfung im Schneidwerkzeugmechaniker-Handwerk wurde bald darauf abgelegt.

Die langsame Veränderung der Strukturen in den Fleischwirtschaft und in den handwerklichen Fleischereien führten in den 80er Jahren zu ersten Anstrengungen und Erfolgen beim Export gebrauchter, jedoch komplett überholter Maschinen. Insbesondere der politische Wandel zu Anfang der 90er Jahre und die fortschreitende Globalisierung sollte helfen, den Exportanteil in diesem Bereich – insbesondere nach Osteuropa – stetig zu erweitern.

Aktuelle Entwicklungen

1995 wurde der langjährig beschäftigte Mitarbeiter Herr Roland Streich ,zuständig für Service und Verkauf im Geschäftsbereich Deutschland, geschäftsführender Mitinhaber.

Schleifservice, Werkstattreparaturen und der Handel mit professionellen Koch- und Fleischereiwerkzeugen waren und sind unverändert wichtige Standbeine der Firma. Der Anteil von Gastronomen und privaten Käufern, die Wert auf unsere hochwertigen Werkzeuge legen, ist in den letzten Jahren beständig gestiegen.

Die anziehende globale Nachfrage – im besonderen auch der osteuropäischen Kunden – führte 1997 zur Gründung eines zusätzlichen Standbeins in Lettland. Dort werden in eigener großer Werkstatt neuere und ältere gebrauchte Fleischereimaschinen aller Arten und Größen komplett zerlegt und danach mit neuen Teilen aufgebaut. Diese werden dann als generalüberholte Maschinen global weltweit versandt.