Wir sagen Tschüss nach 100 Jahren Schanze

Wir schließen – Das Friedrich Jürges Team verabschiedet sich

Als mein Großvater mit seiner Frau 1919 ihr Stahlwarengeschäft auf der anderen Straßenseite der Schanzenstraße eröffnete, konnten sie nicht wissen, dass ihr Geschäft bis ins nächste Jahrtausend existieren würde.

Unmittelbar nach dem überstandenen 1. Weltkrieg waren die Anfangsjahre schwer, in den unruhigen 20er und 30er Jahren entwickelten sich Handel und Schleiferei jedoch besser.

Auch die Kriegsjahre bis 1945 überlebte die kleine Firma. Etwa ab 1950 sorgte der Wirtschaftsaufschwung für die Gründung zahlreicher kleiner handwerklich strukturierter Fleischereien. Damals hieß es in Hamburg noch Schlachtereien. Diese fanden durch die Schlachthofnähe zunehmend den Weg zu „Jürges“. Insbesondere mein Vater prägte diesen Geschäftszweig bis in die 80er Jahre. 

Durch das „Schlachtersterben“ ab dieser Zeit entwickelte sich das Unternehmen ab den 90er Jahren in Richtung Gastronomie-Service. Viele private Kunden entdeckten durch die aufkommenden Kochsendungen den Wert guter Profimesser. Bis heute war und ist unsere Schleiferei eine der Wurzeln, die uns so lange hat leben lassen.

Nach mehr als 45 Jahren selbstständiger Tätigkeit  habe ich mich bereits vor einiger Zeit entschlossen aus Altersgründen mein Geschäft zum  29.10.2021 zu schließen. Leider hat sich keine Nachfolgeregelung ergeben,  gleichzeitig werden die meisten meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ihren wohlverdienten Ruhestand gehen.

Wir möchten uns an dieser Stelle für Ihren engagierten Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in all den Jahren bedanken!

Unser Maschinenservice sowie unsere Schleiferei sind bis dahin für Sie da, ebenso werden noch Bestellungen aller Art abgewickelt.

Achtung :

Ab sofort werden alle bestehenden Warenbestände, Geräte und Maschinen mit einem Preisabschlag zwischen 20% – 60% ausverkauft.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen meinen Kunden für Ihre Treue über oftmals viele Jahre.

Ich wünsche Ihnen alles Gute

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Jürges